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Die Ausstellung

Der Faszination, die städtisches Leben auszuüben vermag, widmet das Kulturhistorische Museum Magdeburg im Jahr 2019/20 eine kulturhistorische Großausstellung, die sich in die Folge herausragender Mittelalterausstellungen des Museums in den vergangenen Jahren einreiht. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Lernen Sie die mittelalterliche Stadt als Ort großer Innovationen kennen. Vielfältige Exponate aus ganz Europa, darunter kostbare Gemälde und Skulpturen, wertvolle Handschriften und bedeutende Dokumente werden in der Schau Erfindergeist und Kreativität der mittelalterlichen Stadt erlebbar machen. Erfahren Sie, wie die Verfassung, die Organisation und die Kunst und Kultur der mittelalterlichen Städte zum Wegbereiter wurden für vieles, was bis heute unser Leben prägt.

Auf 1200 Quadratmetern macht die Sonderausstellung die Faszination Stadt erfahrbar. Über 250 Exponate verdeutlichen die Innovationen, die erst durch das Siedlungsmodell „Stadt“ möglich wurden. Im Mittelpunkt der Schau stehen Städte, die mit dem Magdeburger Recht verbunden sind – ein Stadtrecht, welches das Rechtsleben in über 1000 Orten Mittel- und Osteuropas beeinflusste. Somit gehört es zu den wirkmächtigsten Stadtrechten des Mittelalters. Einhergehend mit der Urbanisierung und dem Stadtrecht entwickelte sich eine neue Gesellschaftsschicht: das Bürgertum.

Broschüre (PDF)

Immer aktuelle Bilder und Informationen zu "Faszination Stadt" finden Sie auch auf facebook.

Der Sachsenspiegel

Zum ersten Mal seit langer Zeit werden alle vier prominenten Bilderhandschriften des Sachsenspiegels, einem der bedeutendsten Rechtsbücher des Mittelalters, zusammen präsentiert. Ausgewählte Exponate aus ganz Europa sowie die eigens auf die Ausstellung abgestimmte Gestaltung und interaktive Elemente machen die Facetten des mittelalterlichen Stadtlebens erlebbar. Hochkarätige Objekte dieser Art benötigen einen besonders umsichtigen Umgang. Aus konservatorischen Gründen können diese einzigartigen Beispiele der mittelalterlichen Buchkunst daher nicht die gesamte Ausstellungsdauer gezeigt werden.

So ist der Sachsenspiegel aus Oldenburg nur bis zum 14.10.2019 und der Sachsenspiegel aus Heidelberg bis zum 6.11.2019 im Original in Magdeburg zu sehen. Die Exemplare aus Wolfenbüttel und Dresden werden bis zu 17.11.2019 präsentiert. Es lohnt sich also, sich frühzeitig auf den Weg nach Magdeburg zu machen.

Mehr Informationen zum Magdeburger Recht und zum Sachsenspiegel bietet die Seite www.magdeburg-law.com unseres Partners Zentrum für Mittelalterausstellungen.


Besucherinfos

Öffnungszeiten

1.9.2019 bis 2.2.2020,
Montag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
(außer Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag
und Silvester)

Eintrittspreise

IM ADVENT: NACHMITTAGSTICKET AM GANZEN TAG!
30.11 - 23.12.2019

Nachmittagsticket: 8 €

Nachmittagsticket ermäßigt: 6 €

Kostenfrei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Ab 26.12.2019

Eintritt: 15 €

Ermäßigt: 12 €
(Schüler und Auszubildende bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger (i.S.d. SGB II und SGB XII), Inhaber des Magdeburg Passes)

Kostenfrei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
(Schüler im Klassenverband sind in der Ausstellung nur mit Führung zugelassen**.)

Gruppen ab 12 Personen: 12 €
(pro Person zzgl. Führungsgebühr)

Dauerkarte: 35 €
Beim Kauf einer Dauerkarte direkt im Anschluss an den Ausstellungsbesuch wird der Preis der Eintrittskarte auf den der Dauerkarte angerechnet.

Nachmittagsticket: 8 €
(täglich ab 16.00 Uhr zu erwerben)

Nachmittagsticket ermäßigt: 6 €
(täglich ab 16.00 Uhr zu erwerben)

Audioguide

Ein Audioguide in deutscher oder englischer Sprache kann im Museum ausgeliehen werden. Zusätzlich wird ein Kinderaudioguide angeboten.

Audioguide: 5 €

Kinderaudioguide: 3 €

Führungen

Zur Sonderausstellung bieten wir Ihnen ein abwechslungsreiches Führungsprogramm an. Individuelle und zielgruppenspezifische Rundgänge lassen das Museum für Gruppen, Familien, Schulklassen und Vereine zum Erlebnis werden.

Bei Interesse an unseren Führungsprogramm wenden Sie sich bitte an:

Tel +49 (0)391 8380-118
Fax +49 (0)391. 540 3510
fuehrung@faszination-stadt2019.de

Über das Programm für Kinder und Jugendliche sowie Führungen für Schulklassen und Jugendgruppen berät Sie gern unsere Museumspädagogin Janina Lamowski:

Janina.Lamowski@museen.magdeburg.de.

Öffentliche Führung:
Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen
11 und 16 Uhr
5 € pro Person zzgl. Eintritt

Individuelle Gruppenführungen bis 25 Personen:

Mo – Fr 70 € zzgl. Eintritt
Sa, So und Feiertage 90 € zzgl. Eintritt

** Sonderpreis Schulklassen: Die Teilnahme an dem Vermittlungsprogramm beträgt für Schulklassen 2,50 € pro Schüler*in inklusive Materialkosten. Der Eintritt für die Schüler*innen ist kostenfrei. Je sieben Schüler erhält eine Betreuungsperson kostenfreien Eintritt in die Ausstellung.

Publikationen

Katalog

Faszination Stadt
Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht

Herausgeber: Gabriele Köster; Christina Link
808 S., etwa  580 Abb., 28×24 cm, Festeinband
erscheint am 1. September 2019
Sandstein Verlag
Museumspreis: 48 €
Buchhandelspreis: 68 €

Kurzführer

Faszination Stadt
Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht

Herausgeber: Gabriele Köster; Christina Link
120 S., 80 farbige Abb., Broschur, 23x10,5 cm
erscheint am 1. September 2019
Sandstein Verlag
ISBN 978-3-95498-454-1
Preis: 8 €

Wissenschaftlicher Begleitband

Kulturelle Vernetzung in Europa
Das Magdeburger Recht und seine Städte.
Wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung »Faszination Stadt«

Herausgeber: Gabriele Köster; Christina Link; Heiner Lück
520 Seiten, 155 meist farbige Abb. 25 x 18 cm, Festeinband
Sandstein Verlag
ISBN 978-3-95498-452-7
Museumspreis: 28 €
Buchhandelspreis: 48 €

Die Publikationen zur Ausstellung sind im Museumsshop des Kulturhistorischen Museums Magdeburg erhältlich. Gegen einen geringen Aufpreis ist ein Versand möglich. Profitieren Sie von den Sonderkonditionen zur Ausstellung.

Kontakt

Kulturhistorisches Museum
Magdeburg
Otto-von-Guericke-Str. 68 –73
D-39104 Magdeburg
Tel +49 (0)391. 540 3588
Fax +49 (0)391. 540 3510
fuehrung@faszination-stadt2019.de
www.khm-magdeburg.de

Anreise

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg
liegt im Stadtzentrum in unmittelbarer
Nähe des Domes. Parkmöglichkeiten
für PKW und Busse
sind in Museumsnähe vorhanden. Zu
Fuß ist das Museum vom Hauptbahnhof
in ca. 10 Minuten zu erreichen.
Straßenbahnen ab Hauptbahnhof halten
direkt vor dem Museum.

stadtplan

Veranstaltungen

Donnerstag, 21.11.2019, 19 Uhr

Von der Lebendigkeit des Magdeburger Rechts heute - Beobachtungen und Sichtweisen aus der Justiz

Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg

Diskutanten:
Dr. Uwe Wegehaupt, Präsident des Oberlandesgerichts Naumburg
Dr. Ulf Lenzner, Oberstaatsanwalt Halle/Saale
Prof. Dr. Armin Höland, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Moderation:
Univ.-Prof. i. R. Dr. iur. Heiner Lück, ehem. Stellvertretender Richter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt.

Öffentliches Gespräch (Podiumsdiskussion) über Aspekte des Magdeburger Rechts, die in unserer gegenwärtigen Rechtsordnung nach wie vor ein Rolle spielen, . Dabei wird es um die Laienbeteiligung an der Rechtsprechung, die Anforderungen an den Richterberuf, die Rolle von "Sühne" (Täter-Opfer-Ausgleich), Strafe und "Deal" im Strafrecht/Strafverfahren, das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen sowie um die Verständlichkeit des Rechts und der Gerichtsentscheidungen gehen. Damit sind solche Fragen verbunden wie z. B.: Muss die Rechtsprechung so etwas wie "gesunden Menschenverstand" oder "Vernunft" beachten? Welche Rolle spielt das Gewissen in der Rechtsprechung? Ist es notwendig und vorteilhaft, immer bis zur letzten Gerichtsinstanz zu prozessieren?

Hochrangige Repräsentanten der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt werden dankenswerterweise mitwirken. Es wird sehr wahrscheinlich gezeigt werden können, dass viele Fragen der heutigen Rechtspraxis schon von den Magdeburger Schöffen, die keine studierten Juristen waren, im Kontext der spätmittelalterlichen Rechtswelt beantwortet wurden. Deren weit beachtete Spruchtätigkeit hatte wohl auch deshalb großen Erfolg, weil sie pragmatisch, auf den Erhalt des Rechtsfriedens und Kompromissbereitschaft der streitenden Parteien ausgerichtet war und von den Adressaten weitgehend verstanden wurde.

Donnerstag, 23.1.2020, 19 Uhr

Eike von Repgow bei den Genossenschaftsbauern. Die Rede der DDR-Justizministerin Hilde Benjamin in Reppichau am 29. Juni 1959

Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg

Referent:
Univ.-Prof. i. R. Dr. iur. Heiner Lück, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig


Informationen für Busunternehmer und Reiseveranstalter

Die Ausstellung

Als Ottostadt ist Magdeburg weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Ebenso eindrucksvoll ist ihre Rolle als „Mutterstadt“ eines der bedeutendsten Stadtrechte des Mittelalters – dem Magdeburger Recht. Erstmals wird nun im Kulturhistorischen Museum Magdeburg eine spezifische Großausstellung zu diesem rechtshistorischen Thema gezeigt. Die Sonderausstellung „Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht.“ greift dieses große historische Erbe und die Rolle Magdeburgs im Zentrum eines europäischen Städtenetzwerkes auf. Auf circa 1.200 Quadratmetern werden die kulturhistorische Bedeutung der Stadtrechte im Allgemeinen und das Magdeburger Recht mitsamt seiner mittel- und osteuropäischen Ausstrahlung vermittelt. Die Stadt Magdeburg setzt mit dieser Sonderausstellung in Zeichen für die kulturelle Verwandtschaft zahlreicher osteuropäischer

Städte, für die das Magdeburger Recht teilweise bis heute eine identitätsstiftende Wirkung hat. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Städte, die mit dem Magdeburger Recht verbunden sind. Dieses Stadtrecht gehörte zu den wirkungsreichsten und beeinflusste das Rechtsleben in über 1.000 Orten Mittel- und Osteuropas. Das Zwillingspaar Stadt und Recht ist in der gesamten Ausstellung nachvollziehbar und verbindet die beiden großen Kapitel „Erfolgsmodell Stadt(recht)“ und „Sphären der Stadt“. Bild- und Schriftquellen, Gemälde, Skulpturen, Gold- und Silberschmiedewerke, Architekturfragmente, Siegel, Münzen, Mobiliar, Schnitzwerke, Textilien sowie archäologisches Fundgut lassen die Geschichte des Magdeburger Rechts und die damit verbundene städtische Entwicklung begreifen.

Der Sachsenspiegel

Einen besonderen Höhepunkt der Sonderausstellung bildet die Zusammenführung der einzigen vier illustrierten Handschriften des Sachsenspiegels. Zum ersten Mal seit mehr als 25 Jahren werden diese an einem Ort zusammen gezeigt. Hochkarätige Objekte dieser Art benötigen einen besonders umsichtigen Umgang. Aus konservatorischen Gründen können diese einzigartigen Beispiele der mittelalterlichen Buchkunst daher nicht die gesamte Ausstellungsdauer gezeigt werden.

So ist der Sachsenspiegel aus Oldenburg nur bis zum 14.10.2019 und der Sachsenspiegel aus Heidelberg bis zum 6.11.2019 im Original in Magdeburg zu sehen. Die Exemplare aus Wolfenbüttel und Dresden werden bis zu 17.11.2019 präsentiert. Es lohnt sich also, sich frühzeitig auf den Weg nach Magdeburg zu machen.

Mehr Informationen zum Magdeburger Recht und zum Sachsenspiegel bietet die Seite www.magdeburg-law.com unseres Partners Zentrum für Mittelalterausstellungen.

Ihr Besuch

IM ADVENT: NACHMITTAGSTICKET AM GANZEN TAG!
30.11 - 23.12.2019

Nachmittagsticket: 8 €

Nachmittagsticket ermäßigt: 6 €

Kostenfrei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Besuchen Sie die Ottostadt Magdeburg und erleben Sie gemeinsam mit Ihrer Gruppe ein Höhepunkt des Ausstellungsjahres. Zur Sonderausstellung bieten wie ein umfangreiches Führungsprogramm an. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Tel +49 (0)391 8380-118
fuehrung@faszination-stadt2019.de

Gruppen bis 25 Personen zahlen:
Mo – Fr 70 € zzgl. Eintritt
Sa, So und Feiertage 90 € zzgl. Eintritt
Eintritt für Gruppen ab 12 Personen: 12 €

Für Reisegruppen gibt es zudem ein attraktives Sonderangebot: Der Eintritt für die Reiseleitung einer Gruppe ist kostenlos. Weitere Informationen zur Ausstellung und Ihrem Aufenthalt in Magdeburg finden Sie in unserem Serviceplaner.

Weitere Informationen zu Ihrem Aufenthalt in der Ottostadt erhalten Sie bei der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH

Anfahrt

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg liegt im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe des Domes. Parkmöglichkeiten für PKW und Busse sind in Museumsnähe vorhanden. Zu Fuß ist das Museum vom Hauptbahnhof in ca. 10 Minuten zu erreichen. Straßenbahnen ab Hauptbahnhof halten direkt vor dem Museum.

https://www.magdeburg-tourist.de/anreise


Museumspädagogische Angebote

In der großen Sonderausstellung „Faszination Stadt“ erzählen über 300 Exponate aus Mittel- und Osteuropa die Geschichte des Erfolgskonzepts „Stadt“. Gemälde, Gold- und Silberschmiedewerke, Siegel und Münzen, Mobiliar, kostbare Handschriften und Textilien sowie archäologisches Fundgut lassen das Magdeburger Recht und die damit verbundene städtische Entwicklung begreifen.Beide Themen – Leben in der Stadt sowie Recht und Gerechtigkeit mir ihrer Bedeutung für jeden Einzelnen – bieten Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Daher bieten wir zur Sonderausstellung ein vielfältiges Programm für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen an. Die altersgerechten und interaktiven Vermittlungsangebote sind sorgfältig auf den Lehrplan abgestimmt und dauern jeweils ca. 90 Minuten. Die Programme erfolgen dialogisch, sodass

die Schüler und Schülerinnen unter museumspädagogischer Begleitung ihr Wissen nahezu eigenständig erweitern. Ausführliche Informationen erhalten Sie auch in unserer Lehrerfortbildung am 03.09.2019: Veranstaltungsnummer 19F210013 beim Landesamt für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt, (https://eltis-online.de) Zum Programm für Kinder und Jugendliche sowie Führungen für Schulklassen und Jugendgruppen berät Sie gern unsere Museumspädagogin Janina Lamowski. Selbstverständlich gehen wir bei der Anmeldung auf Ihre individuellen Wünsche ein.

Flyer Museumspädagogik

Janina.Lamowski@museen.magdeburg.de
Tel +49 (0)391. 540 3588
Fax +49 (0)391. 540 3510

Wir bauen eine Stadt

Grundschule Klassen 1-4, Förderschulen

Habt Ihr Lust eine Zeitreise bis ins Mittelalter zu erleben? Gemeinsam erkunden wir unsere Sonderausstellung und sehen, wie man im Mittelalter in der Stadt gelebt hat.

Anschließend baut Ihr das mittelalterliche Magdeburg nach und lernt unterschiedliche Bauwerke kennen. Entdeckt, welche Überreste aus dem Mittelalter noch heute im Stadtbild zu erkennen sind. Hier spielen Straßennamen, Berufe im Mittelalter und Kirchen eine besondere Rolle.

Lehrplanbezug: Ethik, Religionslehre, Sachunterricht, fächerübergreifend (heimatliche Spuren)

Ab ins Mittelalter!

Klassen 5-7

Bei einer Zeitreise ins Mittelalter erfahrt Ihr, wie Städte gegründet wurden und warum dies mit der Entwicklung eines Rechte- und Normensystems eng verknüpft ist.

Nach der Führung könnt Ihr entweder:

  • mittelalterliche Überreste in der Altstadt Magdeburgs entdecken oder
  • die mittelalterliche Spielstadt „Megedeborch“ besuchen. [ab dem 21.10.2019]

Selbstverständlich zeigt Euch ein echter Insider – ein Zeitreisender – seine Stadt.

Lehrplanbezug: Geschichte, Ethik, Kunsterziehung, Geographie, fächerübergreifend (aktiv das Leben gestalten)

Mysterium Mittelalter

Ab Klasse 7

Mithilfe eines Breakout – der kleinen Variante der beliebten Escape Rooms – lernt Ihr spielerisch die Themen der Ausstellung kennen. Ihr entdeckt Exponate unterschiedlicher Art: Handschriften, archäologische Funde, Kleinkunst, Gemälde sowie sakrale Kunst. Es gilt, unterschiedlichen Spuren zu folgen und in Gemeinschaftsarbeit alle Rätsel zu lösen. Denn nur so könnt Ihr die Schatztruhe öffnen.

Lehrplanbezug: fächerübergreifend, Deutsch, Kultur und Künste, Planen, Bauen, Gestalten, Religion, Geschichte

Dieses Format stärkt das Teamwork, fördert die methodischen, kommunikativen, kreativen und sozialen Kompetenzen.

Recht so?

Ab Klasse 8

Wie hat die Rechtsprechung im Mittelalter funktioniert? Was unterscheidet sie von unserem heutigen Empfinden für Gerechtigkeit? Entdeckt in der Ausstellung, wie Stadt- und Landrecht im Mittelalter das Leben geprägt haben und wie es zur weiten Verbreitung des Magdeburger Rechts kam. In einem Rollenspiel stellt Ihr echte Fälle aus dem Mittelalter nach. Erlebt, wie schwierig es ist, allen Prozessbeteiligten gerecht zu werden. Und erfahrt, wo die Schöffen urteilten wie Ihr – oder aber auch nicht.

Lehrplanbezug: Klassen 7-12/13 Ethik, Klassen 8-9 Sozialkunde, Klassen 9-10 Rechtskunde, Klassen 9-10 Kultur und Künste


Stadt - Land - Recht

Unterwegs auf den Spuren des Magdeburger Rechts

Ausgehend von der Ausstellung »Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht« im Kulturhistorischen Museum Magdeburg bieten die Korrespondenzorte eine spannende kulturgeschichtliche Reise durch eine Region, in der sich bis heute Spuren des sächsisch-magdeburgischen Rechts erhalten haben. So laden historische Stadt- und Ortskerne ebenso zur Besichtigung ein wie Ausstellungen zu stadt- und rechtsgeschichtlichen Themen. Rechtssymbole wie Rolandfiguren und prachtvolle Bauten wie Rathäuser, Kirchen und Stadttürme zeugen gleichermaßen

von bürgerlichem Stolz und kommunalem Selbstverständnis. Weit über das Mittelalter hinaus können das sächsisch-magdeburgische Recht und seine materielle Kultur von A wie Aken bis Z wie Zerbst an authentischen Orten erlebt und anschaulich erfahren werden. Das Projekt wird in Kooperation zwischen dem Zentrum für Mittelalterausstellungen, dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg und den beteiligten Orten durchgeführt.

Korrespondenzorte (PDF)

Korrespondenzorte zur großen Sonderausstellung »Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht«

Aken

Stadt- und rechtsgeschichtliche Ausstellung »Leben am Fluss – Leben mit dem Fluss«

Das eindrucksvollste Ausstellungsobjekt der Stadt Aken ist ihre Altstadt mit der erhaltenen Stadtmauer, die stolz ihren Rechtsbereich kennzeichnet und schützt. Mittelalterliche Rechtsgeschichte erleben lässt sich nicht nur im Heimatmuseum, in dem Rechtszeugnisse präsentiert werden, sondern auch im spätgotischen Rathaus, in dem mit Normscheffel, Normelle und Halseisen sichtbare Zeugnisse der städtischen Gerichtsbarkeit ausgestellt werden und zudem ein rechtsgeschichtlicher Schatz aufbewahrt wird: Die Schöffenbücher von Aken.

Heimatmuseum Aken

Burg

In der über 1.070 Jahre alte Stadt der Türme sind die Spuren einer mittelalterlichen Stadt in vielfältiger Form bis heute allgegenwärtig. Der wiedererrichtete Roland bezeugt zusammen mit dem Rathaus das Nebeneinander von Stadt- und Landgerichtsbarkeit und lädt zusammen mit den Türmen, den zahlreich erhaltenen Kirchen und der historischen

Topographie zur Zeitreise ins Mittelalter ein, bei der Stadt- und Rechtsgeschichte gemeinsam begangen werden können.

Tourist-Information Burg
Heimatverein Burg und Umgebung e. V.
Kirche Unser Lieben Frauen, Kirche St. Nicolai

Burg Falkenstein

»Spegel der Sassen – Ein mittelalterliches Rechtsbuch und seine Wirkung«

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts soll der Rechtskundige Eike von Repgow mit dem Sachsenspiegel das bedeutendste deutschsprachige Rechtsbuch des Mittelalters auf dem Falkenstein verfasst haben, was dem Besucher durch ein prächtiges Bundglasfenster veranschaulicht wird. Im Museum der Burg wird nicht nur die Rechtsgeschichte um den Sachsenspiegel in der Sonderausstellung »Spegel der Sassen – Ein mittelalterliches Rechtsbuch und seine Wirkung« gezeigt, sondern auf der in großen Teilen noch mittelalterlichen Burg erlebbar gemacht.

Museum Burg Falkenstein

Haldensleben

»Der Roland und seine Zeit«

Haldensleben schaut auf eine mehr als 1000jährige Geschichte: Im Jahr 1224 erhielt es das Magdeburgische Recht, das hier bis 1807 galt. In der Folge wurden die Stadtmauer und der typische rechtwinklige Stadtgrundriss angelegt – beides ist bis heute erhalten. Neben diesen begehbaren Zeugnissen der Stadtgeschichte bewahrt das Museum mit der Dauerausstellung über die Geschichte des einzigartigen, drehbaren Rolands und seiner Zeit, Schätze, die Besuchern authentische Eindrücke aus dem Mittelalter bieten.

Museum Haldensleben
www.museumhaldensleben.de

Halle/Saale

»Wir, die Schöffen in Halle: Das Halle-Neumarkter Recht als Meilenstein der Stadtwerdung«

Von Halle aus empfingen bis 1468 mehr als fünfhundert schlesische und polnische Orte das bereits 1235 in 30 Paragraphen niedergeschriebene Hallesche Recht. Seine Bezüge zum Magdeburger Recht zeigen sich bis heute im 1716 am Roten Turm errichteten Roland und im Stadtwappen. Anhand von Rechtstexten, Modellen und authentischen Objekten zeigt das Stadtmuseum die Geschichte von Stadt und Kirchengemeinde sowie den Aufstieg von Halle als einflussreicher Rechtsmetropole im Mittelalter.

Stadtmuseum Halle
Oberburg Giebichenstein
www.stadtmuseumhalle.de

Quedlinburg

1100jährige Geschichte auf engstem städtischen Raum

Wer in die Stadt des Mittelalters eintauchen möchte, ist im kaum durch Kriege und Brände geschädigten Quedlinburg genau richtig. Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten, verwinkelte Gassen und der Roland vermitteln ein authentisches, mittelalterliches Bild der Stadt. Eine Besonderheit Quedlinburgs ist jedoch kaum bewusst: Von 936 bis 1802 lenkten Äbtissinnen des Damenstiftes die Geschicke der Stadt und verteidigten erfolgreich ihre politische und wirtschaftlichen Bedeutung gegen das aufstrebende Stadtbürgertum.

Quedlinburg Information
www.quedlinburg.de

Reppichau

»Kunstprojekt Sachsenspiegel«

In einmaliger Weise können die Besucher hier in die Welt des Sachsenspiegels eintauchen, denn Eike von Repgow, Verfasser des Sachsenspiegels, des bedeutendsten Rechtsbuchs des Hochmittelalters, war hier zuhause. Die Urschriften sind verschollen, aber die Bilderhandschriften geben Vorlagen für wunderschöne Metallplastiken und Fassadenbemalungen, die im ganzen Dorf zu sehen sind. Geführte Besichtigungen begleiten durch das Kunstprojekt Sachsenspiegel, ins Museum, in die Kirche und in den Kaisersaal.

Freilichtmuseum für deutsche und europäische
mittelalterliche Rechtsgeschichte
www.reppichau.de/kunstprojekt-sachsenspiegel

Salzwedel

»Stadt und Recht – Salzwedel im Mittelalter«

Salzwedels Stadtgrundriss mit zahlreichen gotischen und barocken Backsteinbauten ist ein eindrucksvolles begehbares Geschichtsdokument; Pfarr- und Klosterkirchen in Alt- und Neustadt, vielfältige Fachwerkbauten und auch das mittelalterliche Rathaus und die Stadtmauer mit ihren Toren laden ein. Die diesjährige Sonderausstellung »Stadt und Recht« zeigt besondere Stücke aus der Alltagswelt und kunsthandwerkliche Kostbarkeiten des Mittelalters; historische Dokumente geben Einblick in die seinerzeitige Rechtsverfassung.

Johann-Friedrich-Danneil-Museum
www.museen-altmarkkreis.de
Tourist-Information Salzwedel
www.kultour-saw.de

Stendal

»Schätze und Kostbarkeiten in der Hansestadt Stendal«

Stendal war der erste Ort, der das Magdeburger Recht erhielt und so besonders schnell aufblühen konnte. Der so gewachsene Wohlstand spiegelt sich bis heute in Zeugnissen wie dem Chorgestühl, Glasmalfenstern, Altären und der Ratsstube wider. Am auffälligsten symbolisiert jedoch der Stendaler Roland von 1525 die städtischen Rechte und Freiheiten, der die Besucher in das Altmärkische Museum mit deren Exponaten zur örtlichen Rechtsgeschichte wie einer Ausgabe des Sachsenspiegels und den originalen Überresten eben jenes Rolands führt.

Altmärkisches Museum Stendal
www.museum.stendal.de
Tourist Information Stendal
www.stendal-tourist.de
Stadtarchiv Stendal

Tangermünde

»Johann von Buch: Professionalisierung des Rechts zwischen Bologna und Tangermünde«

Die Hanse- und Kaiserstadt Tangermünde befindet sich im zentralen Verbreitungsgebiet des Magdeburger Rechts und des Sachsenspiegels. Von großer Bedeutung ist ihre Verbindung zu dem gelehrten Juristen Johann von Buch, der das Sachsenspiegel-Landrecht mit Begriffsbestimmungen und Kommentaren versah und so die weitergehende Bearbeitung und Anpassung des Magdeburger Rechts an die zeitlichen und örtlichen Verhältnisse ermöglichte, so die Verbreitung des Rechtstextes in Ostmitteleuropa erleichterte.

Burgmuseum Tangermünde
www.tangermuende.de/de/museen/burgmuseum-schlossfreiheit.html

Zerbst

»Stadt – Land – Fluss, Metropole Zerbst«

Frühzeitig bildeten sich im zwischen Elbe und Nuthe verkehrsgünstig gelegenen Zerbst Stadtrechte und eine eigene, bereits im 13. Jahrhundert urkundende Gerichtsbarkeit mit städtischen Schöffen aus, die vom erstmals 1385 erwähnten Roland symbolisiert wird. Das Museum der Stadt Zerbst lädt interessierte Besucher ins ehemalige Franziskanerkloster ein, die ereignisreiche Stadtgeschichte anhand von Exponaten der Ur- und Frühgeschichte bis hin zur Reformation in den mittelalterlichen Mauen selbst zu erkunden.

Museum der Stadt Zerbst
www.stadt-zerbst.de/de/museum/museum.html


Presse

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presse@faszination-stadt2019.de

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